Robotik / Mensch und Maschine in Industrie und Handwerk

Unter diesem Titel hat sich das ARC auf der Pushcon bei Tobit in Ahaus präsentiert

Zunächst hat Herr Dr. Naber von der Fa. Wilhelm Severt Maschinenbau GmbH aus Vreden einen Vortrag zu diesem Thema gehalten. In 45 Minuten hat er dem Publikum einen umfassenden Einblick in die Gewerke der Fa. Severt gegeben und zusätzlich aufgezeigt wo wir heute in Deutschland überhaupt mit der Robotertechnik stehen. Die Digitalisierung nimmt in allen Bereichen Einzug und Roboter sind ein Hilfsmittel für die Automatisierung, immer dann wenn es sinnvoll erscheint. Die Fa. Severt ist ein schönes Beispiel dafür, das der Mittelstand „Industrie 4.0“ eben nicht verschläft, sondern sich sehr wohl auf alles was da kommt wappnet und zwar genau so, wie es auf allen Ebenen sinnvoll ist, für die Wirtschaft, die Effizienz und die Menschen. Der Hauptgrund, warum für das Schweißen immer mehr Roboter eingesetzt werden müssen ist der Fachkräftemangel: es gibt immer weniger Menschen, die diesen Beruf lernen und ausüben wollen. Diese „neue Einstellung“ zu Arbeit und Beruf zieht sich durch fast alle Branchen durch und so ist der Roboter ein wichtiges Hilfsmittel, um diese Entwicklung zumindest etwas abzufedern.

Im Anschluss an den Vortrag haben sich Dr. Naber, Prof. Dr. te Vrugt von der Fachhochschule Münster, Fachbereich Informatik und Elektrotechnik und Evelyn Decker, Innovationsberaterin und Netzwerkmanagerin der Wirtschaftsförderung für den Kreis Borken (WFG) einer von Dietmar Auris moderierten Talkrunde gestellt. Es wurden die Einsatzmöglichkeiten von Robotern in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) angesprochen und wie die Verbindung mit der Bildverarbeitung die Anwendung schon für kleine Stückzahlen wirtschaftlich machen kann. Frau Decker hat die Netzwerkarbeit des Netzwerkes „Robotik für KMU“ beschrieben und Prof. te Vrugt wie die Hochschule diese Arbeit ergänzt hat bzw. wie die Hochschule überhaupt ihren Beitrag für die Weiterentwicklung von Unternehmen leisten kann. Es wurden Beispiele aus der Region aufgezeigt, mit dem Hinweis, dass keine Arbeitsplätze abgebaut wurden sondern im Gegenteil neue entstanden sind, Krankenstand reduziert werden konnte und eine Standortsicherung stattgefunden hat.

Die Quintessenz: Wir sind mitten in einem Wandel, der sehr stark von Automatisierung, Digitalisierung und auch der Robotik begleitet wird. Jeder sollte sich informieren und auch beraten lassen um entscheiden zu können, was für ihn davon wichtig ist. Und dann brauchen wir auch keine Angst haben vor der Zukunft.